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π-Molekülorbitale der Aromaten




Wie die oben besprochenen Polyene weisen die Aromaten ein konjugiertes π-Elektronensystem auf. Allerdings verhalten sich die cyclisch-konjugierten Aromaten chemisch gänzlich anders, sie sind nämlich gegen vielerlei Angriffe recht inert.
Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede einiger wichtiger Aromaten werden im folgenden beschrieben.









Benzol

Pyrrol










Benzol



Wie 1,3,5-Hexatrien weist auch Benzol zunächst ein konjugiertes π-Elektronensystem auf. Es wird aus aus 6 Kohlenstoffatomen gebildet, die formal als sp2-hybridisiert angesehen werden können. Hier enden aber bereits die Gemeinsamkeiten.

Im Vergleich zum Hexatrien handelt es sich beim Benzol um ein cyclisch konjugiertes 6π-Elektronensystem, das der Hückelregel

2 n + 2

mit n = 2 genügt. Eine weitere Besonderheit offenbart sich beim Blick auf das MO-Schema: π2 und π3 sowie π4 und π5 bilden jeweils energetisch gleichwertige, also entartete Zustände.








π1

π2








π3

π4*








π5*

π6*









Pyrrol


Wie Benzol ist auch das Pyrrol ein Hückel-Aromat mit einem 6π-Elektronensystem. Allerdings sind am Aufbau des Molekülorbitals nur 5 Atomorbitale beteiligt: 4 Kohlenstoffatome steiern je ein einfach besetztes p-Orbital bei, und ein Stickstoff-Atom trägt mit einem einsamen Elektronenpaar in einem p-Orbital zur Aromatizität bei. Entsprechend treten nun Knoten nicht nur zwischen sondern auch direkt bei den Atomkernen, wodurch sich ein neues Bild bei den Orbitalformen ergibt.






π1

π2








π3

π4*








π5*

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