|
|
|
Die Werke Der Aufbau vieler vor allem deutscher Orgeln richtet sich nach dem sogenannten „Werkprinzip“. Dieser in der Barockzeit zur Blüte geführten Idee folgend wird die Orgel aus mehreren kleineren, aber in sich geschlossenen Orgeln aufgebaut. Jedes der einzelnen Werke hat seine eigene Klangcharakteristik und wird über ein eigenes Manual (bzw. über das Pedal) gespielt. Ein typisch ausgestattetes, sehr kleines Orgelwerk könnte die folgenden Register enthalten: Gedackt 8' Aus den unterschiedlichen Pfeifenfamilien wurden hier jeweils Vertreter ausgewählt, um auch mit wenigen Registern ein möglichst breites Klangspektrum abzudecken: Eine kleinen Orgel wir in der Regel für einen kleinen Raum oder zur Begleitung eines Chores etc. angeschafft und sollte entsprechend leise klingen. Am ehesten wird das Instrument also dadurch klein gehalten, wenn man dafür sorgt, daß die am tiefsten klingenden Pfeifen nicht größer sind als unbedingt notwendig. Die Pfeifen des Registers „Gedackt“ sind mit einem Deckel versehen, der die Pfeifen deutlich tiefer klingen läßt, als eine gleichhohe, offene Pfeife. Anders herum wird dadurch eine gedackte Pfeife bei gleicher Tonhöhe kleiner. Das hält das Instrument klein und auch die Kosten für das Orgelmetall im Rahmen. Außerdem klingt das Register angenehm zart. Mit dem Prinzipal 4' enthält das kleine Instrument einen Vertreter aus der Prinzipalfamilie, die etwas stärker im Klang und auch obertonreicher sind. Um den Klang weiter variieren zu können, ist ein 2' Register, nämlich die Waldflöte in die Disposition (das ist die Auswahl der Register) aufgenommen worden. Sie hat einen nicht ganz so kräftigen Klang wie ein vergleichbares Prinzipalregister, so daß sie sich gut allein mit dem Gedackt 8' spielen läßt ohne penetrant zu wirken. Andererseits kann sie sich gut gegen den 4' Prinzipal behaupten. Als Klangkrone enthält die Disposition der Orgel eine 3fache Mixtur, die die Klangkrone des Instruments darstellt. Dies bedeutet, daß auf jede Taste im Manual nicht eine einzelne sondern drei Pfeifen kommen. Die Mixtur hat demnach also allein genau so viele Pfeifen wie alle übrigen Register gemeinsam! |
|
|
|
|
||
|---|---|---|---|
|
Orgeln |
|||
|
|
|||
|
Instrumente |
|||
|
|
|||
|
|
Aufbau |
||
|
|
|||
|
|
Orgelprofile |
||
|
|
|||
|
|
Orgeln im Internet |
||
|
|
|
||
|
Register (interaktiv) |
|||
|
|
|||
|
Literatur |
|||
|
|
|||
|
|
|||
|
|
|||
|
weitere Links |
|||
|
|
|||
|
zur Homepage |
|||
|
|
|||
|
Kontakt |
|||
|
|
|||
|
|
|
|
|
|
|
|
Diese Spalte enthält eine beispielhafte Disposition einer fünfmanualigen Orgel. Die Klangbeispiele für die einzelnen Teilwerke gelten für die grau unterlegten Register.
|
|
Eine mittelgroße Orgel wird nun mehrere dieser Werke enthalten und diese auf verschiedenen Manualen verteilen. Diese Werke tragen charakteristische Namen: |
|||
|
OW |
Rohrquinte
8'
|
|
Das Oberwerk oder Kronwerk ist - der Name läßt es vermuten - ganz oben in der Orgel angeordnet.
|
Beispielprospekt einer fünfmanualigen Orgel |
|
|
SW |
Holzprinzipal
8'
|
|
Ein Schwellwerk kann überall im Orgelgehäuse untergebracht sein. Häufig werden darin Schwebstimmen wie die Vox Coeleste oder Unda Maris zusammen mit zarten Gamben untergebracht, oder aber französische Zungenstimmen. Die Schwellwirkung wird dadurch erzielt, daß Jalousien aus Holz oder Glas vor diesem Werk geöffnet und geschlossen werden können, um den Klang abzudämpfen oder wieder anschwellen zu lassen.
|
||
|
BW |
Gedackt
8'
|
|
Das Brustwerk ist direkt vor der Brust des Organisten angeordnet. Es wird in Anlehnung an historische Vorbilder auch heute noch schnarrend, mit terzigem Klang realisiert. Dies kann man sich natürlich nur erlauben, wenn es darüber hinaus noch weitere Werke gibt, so daß der Klang des gesamten Instruments nicht durch eines seiner Teilwerke dominiert wird.
|
||
|
HW |
Quintadena
16'
|
|
Das Hauptwerk ist das klangstärkste Werk der Orgel, das auch die größte Anzahl an Registern enthalten wird.
|
||
|
RP |
Rohrflöte
8'
|
|
Die meisten Barockorgel enthalten darüberhinaus noch ein Rückpositiv, das im Rücken des Organisten (daher der Name) von der Orgelempore herunterhängt und häufig eine verkleinerte Ausgabe des Hauptwerkes darstellt.
|
||
|
Ped |
Prinzipal
16'
|
|
Die Pfeifen des Pedalwerks schließlich sind meistens teilweise im Korpus des Hauptwerks untergebracht. Lediglich die tiefsten und größten Pfeifen werde in eigene Gehäuseteile rechts und links, die sogenannten „Pedaltürme“ vorgezogen.
|
|
|
|
|
|
|
|
Das von außen sichtbare Pfeifenwerk spiegelt dabei nur einen Bruchteil der in Wahrheit in der Orgel steckenden Pfeifen wieder. Diese sichtbare Pfeifenfront wird „Prospekt“ genannt. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|