Engchor

Wie zuvor beschrieben, nimmt die Obertönigkeit der Orgelpfeife ab, wenn ihr Durchmesser im Verhältnis zur Höhe größer wird. Umgekehrt bringen schlanke Pfeifen einen obertonreicheren, zarteren Ton hervor. Der Klang dieser Pfeifen erinnert in gewisser weise an einen Streicherchor von Violen oder Gamben, woher auch viele Namen für diese Register entlehnt sind: Viola da Gamba, Gambe aber auch Unda Maris (Meereswelle), Vox coelestis (Himmelsstimme) oder Salicional (Weidenflöte; von lat. „salix“ = Weide) sind einige der bekannteren Namen.

Gerne werden Pfeifen dieser Art in einem Werk miteinander kombiniert. Wird eines der beiden Register vom Orgelbauer geringfügig höher intoniert, so kommt es zur „Schwebung“: Die Pfeifen schwingen nicht in Phase, so daß sich die beiden einzelnen Töne der Pfeifen teils verstärken und teils abschwächen. Der Klang selbst ist also nicht statisch auf eine Lautstärke und Frequenz festgelegt, sondern dynamisch.

Schwebung: Gamba 8' und Vox Coelestis 8'Vox Coelestis 8'Gamba 8'Prinzipal 8'

 

Orgeln


Instrumente


Register (interaktiv)



Prinzipale und Aliquoten



Weitchor



Engchor



Zungenstimmen



Klangphysik

Literatur





weitere Links

 

zur Homepage



 

Kontakt




Die Abbildung oben zeigt eine Pfeife aus einem „Gamba“-Register und daneben eine Pfeife „Vox Coelestis“. Die Pfeifenform ist sehr ähnlich: nämlich relativ schlank im Vergleich zum Prinzipalregister. In diesem Beispiel hat die „Vox Coelestis“ einen kleinen Mund als die „Gamba“, bei ansonsten ähnlichem Klang. Ihre Berechtigung haben die beiden Register in der Schwebung, die im Zusammenklang zu hören ist.



weiter geht's...