Register



Die Pfeifen einer Orgel sind nach ihrer Klangcharakteristik zu Registern zusammengefaßt. Durch Wahl unterschiedlicher Register können so durch Druck auf die selbe Taste der Klaviatur laute und schrille oder zart-leise Töne erklingen - je nach gezogenem Register. In einem Register werden also Pfeifen gleicher Bauart aber unterschiedlicher Pfeifen- und Tonhöhe zusammengefaßt.
Für die Klangfarbe einer Pfeife ist im wesentlichen das Verhältnis von Pfeifenhöhe zu Durchmesser, die sogenannte „Mensur“, entscheidend. In weiten Pfeifen, die einen großen Querschnitt im Vergleich zu ihrer Höhe aufweisen, wird im wesentlichen die Grundschwingung des Tones angeregt. Enge Pfeifen hingegen bringen auch die Obertöne hervor. Durch geschicktes austarieren dieses Verhältnisses lassen sich also verschiedene Klangfarben erzeugen. Einen weiteren Einfluß haben die Form der Labien, die Form des Bauches (ob gerade oder konisch), sowie die Art und Ausführung eines eventuell vorhandenen Deckels.

Register unterschiedlicher Klangfarben zum Spielen auszuwählen ist eine Möglichkeit, den Orgelton zu variieren. Eine andere Möglichkeit besteht darin, zusätzlich Pfeifen der doppelten, drei- vier- oder fünffachen Frequenz zu wählen oder noch höhere Vielfacher. Diese Register werden „Aliquoten“ genannt und werden im folgenden beschrieben.


 

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