Zungen-
stimmen

Neben den zuvor besprochenen Labialpfeifen gibt es auch Lingualpfeifen. Während in den Labialpfeifen die zwischen den „Lippen“ ausströmende Luft ein sich bewegendes Blatt bildet, welches die darüberstehende Luftsäule in Resonanz versetzt, ist es bei den Zungenpfeifen eine Metallzunge.
Die Klangfarbe der Zungenpfeife wird nicht nur durch die Form des aufgesetzten Bechers bestimmt, sondern auch durch die Zunge, welche weiter oder schmaler, dünner oder dicker gearbeitet sein kann.

Vox Humana: kurzbechriges LingualregisterDulzian: langbechriges LingualregisterOboe: langbechriges LingualregisterTrompete: langbechriges LingualregisterLingualregister: Prinzipal 8' (zum Vergleich)

Konische Becher wie die der Trompete erzeugen einen grundtönigen Klang, wie etwa bei Trompeten oder Posaunen (dann in 16'-Lage). Die Becher sind in der Regel etwas kürzer als diejenigen der gleichklingenden Labialpfeifen (hier Prinzipalpfeife zum Vergleich). In engeren Bechern werden zudem Obertöne mit angeregt, was bei der Oboe und noch viel mehr beim Dulzian zu einem näselnden Klangbild führt.

 

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Schließlich gibt es noch die Gruppe der sogenannten „Regale“; dies sind kurzbechrige Zungenregister, die in der Regel einen bestimmten Teilton stark betonen. Der formantartige Charakter, der diesen Registern eigen ist, hat sich in einigen Namen niedergeschlagen, wie der „Vox Humana“ (lat. Menschliche Stimme).





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