Rasterkraftmikroskopie


Polymere und
Haftklebstoffe


Herstellung

Für alle Haftklebstoffe bestehen grundsätzlich zwei unterschiedliche Herstellungswege: Zum einen das Lösungsmischen der Komponenten und das anschließende Beschichten aus Lösung bzw. Dispersion, zum anderen das lösungsmittelfreie Schmelzmischen. Anschließend werden die Haftklebstoffe vernetzt, um die Scherfestigkeit zu erhöhen.


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Polymere und Klebstoffe

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Lösungsmischen

Der bei weitem größte Teil der Haftklebesysteme wird heute noch auf Lösungsmittelbasis hergestellt. Die Klebstofflösungen werden dabei auf Trägermaterialien ein- oder beidseitig aufgebracht, und danach wird das Produkt zunächst getrocknet und danach vernetzt. Die dabei eingesetzten organischen Lösungsmittel müssen in Europa restlos zurückgewonnen werden, wodurch diese Verfahrensweise aufwendig und kostenintensiv ist.





Schmelzmischen (Hotmelt-Verfahren)

Beim Schmelzmischen werden die einzelnen Komponenten des Haftklebesystems geeigneten, meist beheizten Misch- und Förderaggregaten zugeführt. Das entstandene Ge- misch wird danach sofort auf Trägermaterialien beschichtet, kühlt ab und kann (nach abschließender Strahlenhärtung) konfektioniert werden. Somit entfällt der Trocknungs- und Lösemittel-Rückgewinnungsprozess, wodurch die Produktionsanlagen wesentlich kleiner werden.




Vernetzung

Während der Verarbeitung zum fertigen Produkt muß der Haftklebstoff fließfähig sein, beispielsweise um auf ein Trägermaterial aufgebracht werden zu können. Diese Eigenschaft ist beim Einsatz des Haftklebstoffs jedoch nicht mehr erwünscht (s. o.). Die Fließfähigkeit wird daher in einem letzten Schritt minimiert, der Vernetzung genannt wird. Dabei werden die im Haftklebstoff enthaltenen Vernetzer, das sind in der Regel bi- funktionale Moleküle, durch Temperatur (Thermovernetzung), ultraviolette Strahlung (UV-Vernetzung) oder durch Bestrahlung mit Elektronen (Elektronenstrahlhärtung, ESH) aktiviert. Dadurch entstehen chemisch verknüpfte Netzwerke. Zur Abschätzung der vernetzten und unvernetzten Anteile dient die sogenannte Gelwertbestimmung, bei der einer Probe des Haftklebstoffs mittels Toluol extrahiert wird. Unvernetztes Polymer wird dabei ausgeschwemmt. Die Gewichtsdifferenz vor- und nach dem Extraktionsprozess entspricht damit der Masse an nicht vernetztem Polymer. Harze beispielsweise setzen den Vernetzungsgrad bei gleichem Polymer/Vernetzer-Verhältnis herab, weil sie zum einen die Polymermoleküle räumlich voneinander trennen und so die Wahrscheinlickeit verringern, dass ein Vernetzermolekül sich mit zwei verschiedenen Polymeren verbindet. Stattdessen können zum anderen Verknüpfungen zwischen Polymer- und Harzmolekül oder zwischen zwei Harzmolekülen auftreten. Durch beide Reaktionen wird je ein Vernetzermolekül unwirksam.



Aufbau verschiedener Typen von Haftklebstoffen


Harze


Polymerblends


Dynamisch-mechanische Thermoanalyse


Molekulare Struktur und Aggregatzustände der Polymere


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