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Rastertunnel- |
Der Tunnelstrom
Betrachtet man die Elektronen eines Atoms als Wolke von sich mit dem Impuls pz bewegenden Teilchen der Gesamtenergie E mit Korpuskulareigenschaften, dann werden sie in einem Potential V(z) durch den Ausdruck
beschrieben, in dem me die Elektronenmasse und e- die Elektronenladung darstellt. |
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In Bereichen, in denen die potentielle Energie eines Elektrons kleiner ist als seine kinetische Energie V(z)e- < E, kann für das Teilchen ein Impuls pz2 angegeben werden. Hingegen ist es dem Teilchen nach klassischer Auffassung nicht möglich, über die Potentialbarriere hinweg in Bereiche mit V(z)e- > E zu gelangen. In der Quantenmechanik wird ein Elektron durch eine Wellenfunktion ψ beschrieben, deren Quadrat einer Aufenthaltswahrscheinlichkeit entspricht. Es kann gezeigt werden, daß die Möglichkeit besteht, das Elektron auch hinter einer klassisch unüberwindlichen Barriere anzutreffen, wie im folgenden gezeigt: Die Funktion ψ(z) muß die Schrödingergleichung Hop ψ(z) = E ψ(z) erfüllen, wobei Hop für den Hamilton-Operator steht. Wir betrachten das Teilchen lediglich in seiner Bewegung in z-Richtung, so daß Hop = (-h/2π)/2me · d2/dz2 + V(z) . Für ein Teilchen im Potentialfeld läßt sich die Schrödingergleichung dann formulieren als
Die allgemeine Lösung der Gleichung stellt eine Eigenfunktion des Typs |
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(1) |
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dar, in der
der Wellenvektor der Funktion ist. Wird in Gleichung (1) ein k mit V(z) e- > E eingesetzt, welches einer im klassischen Sinne verbotenen Zone entspricht, geht der Ausdruck über in eine abklingende Wellenfunktion:
Das bedeutet, daß auch in einem auf klassischem Wege nicht erreichbaren Gebiet ein endlicher Wert für die Wahrscheinlichkeit W = |ψψ*| besteht, das Teilchen anzutreffen.
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Da der Strom proportional der Tunnelwahrscheinlichkeit ist, leitet sich daraus ab, daß ein zwischen Tunnelkontakten fließender Strom exponentiell mit dem Kontaktabstand abfällt:
Aus diesem Ausdruck leitet sich her, daß eine Sonde, deren Spitze selbst aus einer Ansammlung vieler Atome besteht, in der Lage ist, einzelne Atome aufzuspüren. Der nur sehr geringe Abstand zwischen dem äußersten Spitzenatom und seinen nächsten Nachbarn reicht bereits aus, deren Einfluß auf den Tunnelstrom bedeutungslos werden zu lassen. In einer Abschätzung hat beispielsweise Quate gezeigt, daß der Tunnelstrom einer kugelförmigen Tunnelspitze mit einem Radius von 100 nm auf eine Fläche von 20 nm2 begrenzt ist. Dieser Wert kann durch entsprechende Präparationstechniken von Tunnelspitzen erheblich reduziert werden, so daß atomare Auflösung ermöglicht wird. |
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